Sicherheit & Datenschutz

Was mit den Daten Ihres Teams passiert

Eine Seite ohne Marketing-Vokabular: was heute gilt, was vor dem Start noch ergänzt wird, und was wir bewusst nicht tun. Verbindlich sind der Auftragsverarbeitungsvertrag und die Datenschutzerklärung.

Stand: 14. September 2026

Hosting und StandortVerschlüsselungNFC-Kryptographie: warum sich ein Aufkleber nicht kopieren lässtKeine OrtungsprofileZugriff und RollenAufbewahrung nach GesetzAVV und DokumenteWas wir nicht tun

Hosting und Standort

Server, Datenbank, Dateiablage und Sicherungskopien laufen ausschließlich in Rechenzentren in der EU. Eine Verarbeitung außerhalb der EU findet nicht statt.

  • Der Hosting-Anbieter wird mit Firma, Sitz und Standort des Rechenzentrums in Anlage 2 des Auftragsverarbeitungsvertrags genannt, sobald das Produktivsystem in Betrieb geht — vorher steht dort ausdrücklich eine offene Stelle statt eines Versprechens.
  • Zertifizierung nach ISO 27001 und physische Zutrittskontrolle sind Anforderungen an diesen Anbieter.
  • Administrativer Zugang nur über persönliche Konten mit SSH-Schlüsseln; kein gemeinsam genutztes Konto.

Verschlüsselung

Unterwegs und im Ruhezustand. Zugangsdaten liegen außerhalb des Quellcodes, Anmeldecodes nur als gesalzener Hash.

  • Übertragung ausschließlich über TLS 1.2 oder höher.
  • Die Datenbank liegt auf einem mit LUKS verschlüsselten Datenträger (dm-crypt, AES-XTS).
  • Dokumente, Exporte und Sicherungskopien liegen serverseitig verschlüsselt im Object Storage (SSE).

NFC-Kryptographie: warum sich ein Aufkleber nicht kopieren lässt

Im Aufkleber steckt ein NTAG 424 DNA. Er speichert keine Daten über Ihre Mitarbeiter, sondern rechnet bei jeder Berührung.

  • Bei jeder Berührung erzeugt der Chip aus seinem geheimen Schlüssel, seiner Seriennummer und einem internen Zähler eine neue Prüfsumme (SUN/CMAC) und hängt sie an die Adresse an.
  • Der Zähler zählt nur nach oben. Eine mitgeschnittene Berührung ein zweites Mal einzuspielen wird abgelehnt, weil ihr Zählerstand schon verbraucht ist.
  • Die Schlüssel verlassen den Chip nie und liegen nie am Handy: Prüfen kann nur der Server, der den Schlüssel des jeweiligen Chips kennt.
  • Eine Kopie des Aufklebers hätte dieselbe Adresse, aber keinen gültigen Schlüssel — sie wird mit «bad_cmac» abgewiesen.
  • Zusätzlich signiert das Handy jede Buchung mit einem eigenen Schlüsselpaar, und pro Person ist genau ein Gerät gebunden.

Keine Ortungsprofile

NymTime speichert keine Koordinaten und keine Wege — weder von der Anwesenheitsprüfung noch sonst.

  • Gespeichert wird nur, ob das Handy während der Schicht «in der Zone» oder «außerhalb» war, mit Zeitpunkt und Genauigkeit in Metern.
  • Geprüft wird ausschließlich während der Schicht, nie davor oder danach.
  • Die Prüfung läuft nur für Mitarbeiter, für die eine Rechtsgrundlage hinterlegt ist: Betriebsvereinbarung nach § 96 Abs 1 Z 3 ArbVG oder schriftliche, widerrufbare Zustimmung nach § 10 AVRAG.
  • Roh-Ereignisse der Anwesenheit werden nach drei Monaten verdichtet.

Zugriff und Rollen

Wer was sieht, entscheidet Ihr Betrieb. Wir sehen im Regelbetrieb nichts.

  • Rollen- und rechtebasiertes Berechtigungssystem: Manager sind auf ihre Standorte beschränkt, Lohn- und Personalkostendaten sehen nur die Geschäftsführung.
  • Anmeldung im Back Office mit E-Mail-Adresse und Passwort. Das Passwort wird nie im Klartext gespeichert, sondern als scrypt-Hash mit eigenem Salt; nach 10 Fehlversuchen sperrt der Zugang vorübergehend, Anfragen je Adresse und IP-Adresse sind begrenzt.
  • Optional für den ganzen Betrieb: Zwei-Faktor-Anmeldung mit einem Zeitcode aus der Authenticator-App (TOTP). Keine Anmeldung per SMS — eine Telefonnummer ist für den Zugang nicht nötig.
  • Kein Zugriff von NymTime auf Kundendaten im Regelbetrieb. Support-Zugriff nur nach Freischaltung durch Sie, mit Umfang, Dauer und jederzeitigem Widerruf.
  • Jede sicherheitsrelevante Aktion steht im Protokoll: wer, was, wann, vorher und nachher. Das Protokoll lässt sich nur ergänzen — Ändern und Löschen verhindert eine Datenbankregel.

Aufbewahrung nach Gesetz

Fristen je Datenart, einstellbar — aber nie unter das gesetzliche Minimum.

  • Arbeitszeitaufzeichnungen 84 Monate (Minimum 12 Monate nach § 26 AZG, § 132 BAO), Lohndokumente 84 Monate.
  • Roh-Ereignisse der Anwesenheit 3 Monate, Meldungen 12 Monate, Benachrichtigungen 6 Monate.
  • Ein täglicher Lauf löscht und anonymisiert automatisch und schreibt mit, was er getan hat.
  • Gelöscht wird mit Zeitstempel (Soft Delete); archivierte Profile werden nach Ablauf anonymisiert.

AVV und Dokumente

Ihr Betrieb ist Verantwortlicher, NymTime ist Auftragsverarbeiter. Der Vertrag dazu gehört zum Kauf und ist jederzeit lesbar.

  • Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 Abs 3 DSGVO mit Datenkategorien (Anlage 1), Sub-Auftragsverarbeitern (Anlage 2) und technisch-organisatorischen Maßnahmen (Anlage 3).
  • Vorlagen für Betriebsvereinbarung, Zustimmung nach § 10 AVRAG und Datenschutz-Folgenabschätzung bekommen Sie auf Anfrage per E-Mail.
  • Meldung von Datenschutzverletzungen an Sie binnen 48 Stunden; Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten nach Art. 30 Abs 2 DSGVO liegt vor.

Was wir nicht tun

Kürzer als die Liste dessen, was wir tun — und mindestens so wichtig.

  • Keine Cookies, kein Analytics, keine Tracker, kein Content-Delivery-Netzwerk. Die Schriften liegen auf unserem eigenen Server.
  • Keine Weitergabe oder Verkauf von Daten, keine Werbung, kein Profiling.
  • Kein Training von KI-Modellen mit Ihren Daten.
  • Keine Koordinaten, keine Bewegungsprofile, keine Fotos, keine Tonaufnahmen.
  • Keine Diagnosen im Krankenstand — nur der Zeitraum und der Status.